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Gemüsegericht, gesondert von Fleisch und Kartoffeln gegart, wurde fast nur an
Fest- und Feiertagen zubereitet. da hatte die Hausfrau mehr Zeit zum kochen.
An Arbeitsreichen Arbeitswochen begnügte man sich mit Eintöpfen. Das
mitgegarte Fleisch schnitt man klein und gab es in den Topf zurück oder
servierte es separat.
er Grünkohl, in manchen Gegenden auch Braunkohl genannt, ist das
Wintergemüse schlechthin. Früher war es oft das einzige frische Gemüse, das
noch im Winter im Garten wuchs, und es war deshalb - neben Sauerkraut und
Fiezebohnen aus dem Fass - eine echte Bereicherung der
"Speisekarte".
en wundert es da, dass so viele offizielle Einladungen zum Essen auch
Grünkohl aufwiesen? Denken wir an den Norddeutschen Raum, wo Braunkohl und
Brägen- bzw. Pinkelwurst zu jedem Festessen gehörten und schlagen wir
Brücken nach Westfalen, wo Kohlessen, wie z.B. in Herford-Radewig, in
Gütersloh und im Siegerland noch Mode sind und in jedem Winter das einerlei
des Alltags beleben.
m Münsterland serviert man Rippchen, Bratwurst oder Mettentchen zum
Grünkohl, in Ostwestfalen aber Kohlwurst oder Hirnwurst. Und noch eins:
Grünkohl schmeckt erst richtig gut, wenn der erste Frost "darüber
gegangen" ist. Er nimmt dem Kohl die Bitterstoffe, wandelt diese um in
zarte Süße.
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